Operationen bei Zwerchfellbruch, Thoraxmagen und Refluxkrankheit (Sodbrennen)

Unter dem Begriff der Gastroösophagealen Refluxkrankheit, GERD, – also des häufig mit Sodbrennen verbundenen Rückflusses säurehaltigen Mageninhalts in die Speiseröhre, versteht man in der derzeit gängigsten Definition, der „Montreal-Klassifikation“, folgendes:

Eine GERD entwickelt sich, wenn der Reflux von Mageninhalt störende Symptome und/oder Komplikationen verursacht.

(Vakil N, et al. The Montreal definition and classification of gastroesophageal reflux disease: a global evidence-based consensus. Am J Gastroenterol 2006)

Darunter werden verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst:

EROSIVE REFLUXÖSOPHAGITIS (ERD)

NICHT-EROSIVE REFLUXKRANKHEIT (NERD)

HYPERSENSITIVER ÖSOPHAGUS

EXTRAÖSOPHAGEALE MANIFESTATIONEN

KOMPLIKATIONEN DER GERD

FUNKTIONELLE REFLUXBESCHWERDE

BARRETT-ÖSOPHAGUS

Nur eine kleine Gruppe der oben genannten Krankheitsbilder stellen eine Indikation zur Operation dar (fett). Es ist die Aufgabe des Endoskopikers (Internist), die Ursache einer Entzündung der unteren Speiseröhre zu ermitteln. Liegt ein krankhaft vermehrter S.urerückfluss zugrunde, kann eine Anti-Reflux-Operation angezeigt sein.

Bei Nachweis eines Barrett-Ösophagus (Magenschleimhautzellen innerhalb der Speiseröhre) besteht wegen der erhöhten Entartungswahrscheinlichkeit die Notwendigkeit intensivierter endoskopischer Kontrollen. Leidet der Patient jedoch zusätzlich an Sodbrennen, muss häufig die Indikation zur Operation gestellt werden. Hierdurch wird die Möglichkeit für weitere endoskopische Kontrollen der Barrett-Schleimhaut nicht eingeschränkt. Nach Untersuchungen von Hofstetter[1], Parilla[2] und anderen führt eine effektive operative Refluxhemmung zur Rückbildung der metaplastischen und dysplastischen Schleimhautveränderungen des BarrettÖsophagus. In jedem Fall sollte die Behandlung von Patienten mit Barrett-Metaplasie oder Dysplasien in enger Abstimmung zwischen endoskopsich tätigen Gastroenterologen und Chirurgen erfolgen.

Für Patienten mit NERD, leichter ERD, hypersensitivem Ösophagus und funktionellen Refluxbeschwerden stehen medikamentöse, verhaltens-therapeutische und endoskopische Behandlungsverfahren zur Verfügung.

Gemäß der aktuellen Leitlinie (Stand 5/2014) besteht die Indikation zur Anti-Reflux-Operation bei Patienten mit…

NACHGEWIESENEM ZWERCHFELLBRUCH (HIATUSHERNIE)

TYPISCHEN REFLUX-SYMPTOMEN

JAHRELANGER BESCHWERDEANAMNESE

FEHLENDER REFLUXBARRIERE (GESTÖRTE FUNKTION DES UÖS)

SCHMERZANGABE IN KORRELATION ZU SÄUREREFLUX

ANSPRECHEN AUF PPI

NOTWENDIGKEIT STEIGENDER PPI-DOSEN
– Reduzierter Lebensqualität